Impressionen aus CA: Große Autos
Wir haben ja jetzt ein neues Auto, einen kleinen Kia Rio. Er tut seinen Dienst, ist nicht sehr alt (3 Jahre) und ist blau. Ausserdem ist er klein, für hiesige Verhältnisse sehr klein.
Ich wollte ja eigentlich ein Photo von dem neuen Auto machen und mit rumschicken, aber egal auf welchem Parkplatz wir stehen, das Auto verschwindet immer sofort zwischen all den SUVs die hier so üblich sind. Gestern stand ich an einer Ampel und rings um mich waren nur Pickup Trucks und SUVs. Ich sah nur Kotflügel.
Damit ihr euch ein Bild von der durchschnittlichen Größe der Autos hier machen könnt: der BMW X3 gilt hier als "kleines" Auto. Der X3 ist das, was hinter einem herfährt, wenn man in München plötzlich nur noch das BMW Logo im Rückspiegel sieht. Der X5 fällt kaum auf und dann kommen die großen Amerikanischen SUVs.
Ich muss ja zugeben, dass bei dem Zustand in dem hier die Straßen sind, ein Auto mit hohem Radstand recht attraktiv wäre. Außerdem könnte man dann im Stau endlich weiter als das nächste Nummernschild sehen. Aber auf der anderen Seite sind diese Fahrzeuge ein ökologisches Disaster.
Spritpreise sind hier in den letzten Jahren deutlich gestiegen. (Eigentlich sollte der Krieg im Irak doch für stabile Ölpreise sorgen, oder?) Gerade letzte Woche stieg der Preis in ganz USA um 15 US cent. Die Einheimischen reden vom "pump shock" beim Tanken. Ein Gefühl mit dem wir uns in Deutschland ja gut identifizieren können. Mit einem Unterschied: Normalbenzin kostet hier an der Säule ca $2.30 pro Gallone. Eine US Gallone sind knapp 3,8 Liter. Das entspricht einem Literpreis von 45 Eurocent. (Weniger als eine DM. Wie lange ist das her?) Am Wochenende habe ich unseren Kia für $20 vollgetankt. Im Gegensatz zu allen anderen hatte ich ein Lächeln auf den Lippen.
Life - posted on 3/25/05; 6:17:56 PM - Armin Briegel